Mobile Sehbehindertenpraxis

Ein Augen-Bus für eine ophthalmologische Versorgung im ländlichen Raum

Um für Blinde und Sehbehinderte in Südbaden den rechtzeitigen Zugang zu einer ophthalmologischen Versorgung sicher zu stellen, möchten wir mit einer mobilen Sehbehindertenpraxis neue Wege beschreiten.
Damit können eine fundierte augenärztliche diagnostische Bewertung, eine Beratung über Sehhilfen und weitere Hilfsmittel (z.B. sprechende Uhren, Telefone mit großen Tasten) sowie eine ausführliche Sozialberatung angeboten werden.
Bei einem erfolgreichen Verlauf könnte dieses Projekt beispielhaft für die augenärztliche Versorgung im ländlichen Raum in Deutschland werden.

Augen-Bus

Zur ophthalmologischen Versorgung von Blinden und Sehbehinderten wird eine mobile Sehbehindertenpraxis eingerichtet: Ein Kleinbus (Augen-Bus) transportiert eine fahrbare augenärztliche Untersuchungseinrichtung und enthält eine Grundausstattung an Sehhilfen und weiteren Hilfsmitteln. Die Diagnostik, die Sehhilfenberatung sowie die Sozialberatung werden jeweils von einem oder mehreren kompetenten Ansprechpartnern übernommen.

Der Augen-Bus wird vor allem im schlechter versorgten ländlichen Raum in Ortschaften jeweils einen Tag zur Verfügung stehen. Ziel ist es, die teilnehmenden Ortschaften zweimal im Jahr anzufahren. Blinde- und sehbehinderte Patienten können selbst oder über ihren Hausarzt einen Untersuchungs- und Beratungstermin vereinbaren. Die Untersuchungen und Beratungen finden in barrierefreien Räumlichkeiten der teilnehmenden Ortschaften statt.
Eine mobile, wohnortsnahe augenärztliche und sozialmedizinische Versorgung wäre ein Novum im deutschen Gesundheitswesen.

Das Projekt Augen-Bus in den Medien

Lesen Sie zum Projekt Augen-Bus diesen Artikel im Ehinger Tagblatt vom 16.02.2017,

http://www.swp.de/ehingen/nachrichten/suedwestumschau/augenaerzte-im-schwarzwald-rollen-mit-dem-bus-an-14454172.html

sowie einen Bericht im Südkurier vom 22.02.2017:

http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/triberg/Augenarzt-Team-macht-Station-im-Kurhaus;art410964,9143971

Unter diesem Link finden Sie einen dreiminütigen Fernsehbericht des SWR:

http://swrmediathek.de/player.htm?show=22bf6750-ee12-11e6-9102-005056a12b4c

Ausgangslage

Patienten, die unter einer starken Sehbehinderung oder Erblindung leiden, finden vor allem in der Fläche nicht so leicht zu einer angemessenen augenärztlichen Versorgung. Neben dem erschwerten Zugang zur augenärztlichen Versorgung fehlt häufig auch eine Sozialberatung, in der die Betroffenen über verfügbare Hilfen und Hilfsmittel informiert werden.

Die Gründe für die unzureichende Versorgung von Sehbehinderten sind vielfältig: Praxen sind häufig nicht ortsnah und auch nicht barrierefrei.

Augenärzte haben mit der Behandlung ihrer Patienten bereits oft ihr Zeitkontingent ausgeschöpft und die technischen Ausstattungen der Augenärzte sind oft nur auf das wirtschaftliche, ausreichende, notwendige und zweckmäßige Maß begrenzt. Somit können Patienten mit Sehbehinderungen gemäß der Definition der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft nicht ihrer Behinderung entsprechend behandelt und ergänzend beraten werden. 

Kooperationspartner

Das Projekt wird gemeinsam von der Blinden- und Sehbehindertenstiftung Südbaden - Stiftung bürgerlichen Rechts, dem Blindenheim Freiburg, dem Augennetz Südbaden sowie der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg ausgerichtet. Weitere Kooperationspartner sind die teilnehmenden Kommunen des Versorgungsgebietes.

            
Gerd Schäfers,
Vorsitzender des Stiftungskuratoriums Blinden- und Sehbehindertenstiftung Südbaden

Dr. Martin Wuermeling,                 
Sprecher des Augennetz Südbaden   

Prof. Dr. Thomas Reinhard,
Ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg                 

Markus Faessler,
Leiter des Blindenheims Freiburg                 

 

 

Evaluation

Das Projekt wird wissenschaftlich von der Katholischen Hochschule Freiburg und der Augenklinik des Universitätsklinikums Freiburg begleitet. Die Auswertung liefert die Entscheidungsgrundlage über die Wirksamkeit des Projektes und die Übertragbarkeit auf andere Regionen.

Wir benötigen Ihre Unterstützung!

Das Projekt Augen-Bus wird nur mit Ihrer Unterstützung Wirklichkeit werden können.
Zur Ausführung des Projekts benötigen wir die technische Ausrüstung, geeignete Räumlichkeiten vor Ort und eine kostendeckende Finanzierung der erbrachten Leistungen.
Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie Fragen zu unserem Projekt haben oder wenn Sie uns bei unserem Vorhaben unterstützen möchten.

Kontaktdaten:

Blinden- und Sehbehindertenstiftung Südbaden
Stiftung bürgerlichen Rechts
Wölflinstraße 13
79104 Freiburg
Telefon Augenbus: (0761) 21 11 99 8 33
Fax: (0761) 36 123
E-Mail: stiftung@bsvsb.org
Internet: www.stiftung-bsv.org

Termine & Anmeldung

Bitte rechtzeitig anmelden unter
Telefon: 0761 / 21 11 99 8 33

Sprechzeiten für Rückfragen und Anmeldungen
Montag, Mittwoch, Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr,
Dienstag, Donnerstag 14.00 bis 16.00 Uhr.

Die aktuellen Termine erfahren Sie auf der Spezialseite für das Projekt
unter:

www.augenbus.de